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Die 15 miesesten Episodenabschlüsse


Auch als große Fans der Simpsons muss man leider öfters anerkennen, dass so manche Episode einen ausgesprochen stupiden Schluss hat. Sowas kommt selbst bei älteren Staffeln oder ansonsten guten Episoden vor. Unsere Shopper User mr.marco und kkt haben ein Ranking zusammengestellt, in dem sie die unsinnigsten Episodenschlüsse herausgesucht haben.

Bei dieser Liste handelt es sich ausschließlich um die subjektive Meinung von kkt und mr.marco!

 

15
Staffel 9
Müllmann Homer hat um Geld zu sparen ganz Springfield mit Müll ausgestopft, sodass jetzt kein Platz mehr unter der Erde ist und überall und aus jeder Öffnung Müll herausquillt. Logische Konsequenz: alle Häuser und Gebäude auf LKWs packen und ab damit ein paar Meilen weiter und die Stadt dort wiederaufbauen.

 

Marco: Wieder eine tolle Folge, die vom Ende kaum getrübt werden kann. Zwar ist die Idee, die ganze Stadt zu versetzen äusserst weit hergeholt und bescheuert, aber man darf auch nicht jede Form von Cartoon-Skurilitäten bei den Simpsons verteufeln. Ich für meinen Teil habe kein Problem mit diesem Ende und es war nicht meine Idee, die Folge mit in diese Liste zu packen! ;-)
kkt: Da hat der Marco aber Recht, ich war es, der diese Episode für das Ranking nominierte. Diese Episode ist ein Knaller, da muss man auch nicht lange diskutieren. An sich ist die Auflösung auch recht kreativ, aber andererseits auch total bescheuert. Eine ganze Stadt auf LKWs zu packen und wegziehen… Denkt mal drüber nach.

 

14
Staffel 9
Die Kinder stranden in einer „Herr der Fliegen”-Parodie auf einer unbewohnten Insel, bekriegen sich dort und schließen wieder Frieden. Am Ende der Folge sind sie immer noch auf der Insel, doch ein freundlicher Erzähler erzählt uns, wie die Geschichte ausgehen wird. Nur wie und von wem die Kinder gerettet werden, das weiß auch er nicht: „...von, ääh... oh... sagen wir Moe”.

 

Marco: Mal davon abgesehen, dass ich viel schlimmer als dieses Ende die Tatsache finde, dass die Kinder von einer viel befahrenen Brücke stürzen und sich augenblicklich(!) auf diese verlassene Insel, fern jeglicher Zivilisation, retten, musste ich über dieses Ende schon immer lachen ;-) Klar, es zeugt wieder nicht von großer Kreativität, aber trotzdem sehe ich es hier eher als lustigen Nonsense an. Besser so ein Ende, wo man sich den Rest selbst dazudenken darf, als ein übereiltes, in 30 Sekunden gequetschtes Ende, bei dem man sich vor Dämlichkeit an den Kopf fassen muss.
kkt: Diese recht alternative UNO-Episode musste wohl auch einen merkwürdigen Schluss bekommen. Nämlich garkeinen. Klar kann man das ganze auch als einen Non-Sense Gag auffassen, aber schon schade, dass man nicht erfährt, was aus den Kindern wird.

 

13
Staffel 2
Homer isst aus Versehen nicht nur den ungiftigen Teil eines Kugelfisches im Japan-Restaurant. In 24 Stunden wird er sterben. Wir erleben die letzten 24 Stunden in Homer Simpsons Leben, eine rührende und emotionale Folge mit Tiefgang und Tränenpotenzial. Am Ende stirbt Homer vermeintlich, sackt in seinem Stuhl zusammen, tieftraurige Atmosphäre. Als Marge den leblosen Homer findet, verkündet unsere Sabbertemperatur-Spezialistin nach einem beherzten Griff in Homers Speichel, dass er noch Leben muss. Und so ist es dann auch, Homer erwacht. Ohne Erklärung endet die Folge mit einem qicklebendigen Homer, der auf der Couch sitzt und Chips futtert.

 

Marco: Tja... was für eine tolle Folge! Ein Herzstück der frühen Staffeln und ein Highlight der Serie. Ich bin der Folge nicht böse für dieses Ende. Es wäre zwar nett gewesen, wenn man anstatt der 30 Sekunden, die Homer am Ende auf der Couch zu sehen ist lieber noch eine kurze Dr. Hibbert Szene eingebaut hätte in der er irgendeine medizinische oder bescheuerte Erklärung des ganzen präsentiert, aber naja. Was solls. Diese Folge ist verdienterweise in dieser Liste drin, aber ein blödes Ende garantiert noch längst keine blöde Folge und somit beende ich diesen Beitrag mit einem netten Lächeln: :-)
kkt: Wie Marco schon sagte, diese Episode ist Kult und für mich eine der besten Folgen überhaupt. Umso trauriger ist, dass man irgendwie das Gefühl hat, dass die Macher vergessen haben eine Auflösung zu schreiben. Klar sind wir froh, dass unser liebenswürdiger gelber Fettsack noch am Leben ist. Aber dann soll Lisa eine Wunderpflanze aus dem Botanischem Garten pflücken oder sowas in der Art, denn so macht es leider wenig Sinn. Wenn die Macher eine Hilfe von oben präsentieren wollten, hätten sie es konkreter darstellen müssen, weil so war das irgendwie nix.

 

12
Staffel 9
Die Familie bestiehlt mehr oder weniger unbewusst ganz Springfield, kauft sich von dem Geld ein Auto, schrottet dieses und nun wird als Ausgleich für den Verlust das Haus leergeräumt. Das findet die Familie natürlich blöd, aber immerhin haben sie ja noch sich gegenseitig... und einen Waschlappen!! Wo andere Familien verzweifelt über die Vernichtung ihrer Existenz wären, spielen die Simpsons „Fang den Waschlappen” und haben nie erlebten Spaß dabei.

 

Marco: Klarer Fall: dieses Ende soll herzerwärmend, niedlich und wohltuend auf den Zuschauer wirken. Die Familie hat nichts mehr ausser sich selbst aber können sich dennoch an Kleinigkeiten wie einem Waschlappen erfreuen und können selbst mit einer aufs Minimum beschränkten Existenz Spaß miteinander haben. Guter Ansatz, trotzdem wirkt das ganze wieder einmal unfreiwillig komisch. Es strahlt einfach nicht das aus, was ganz klar beabsichtigt war und das hätte man mit ein bisschen mehr Feinfühligkeit auch sicher besser hinbekommen als es hier der Fall ist.
kkt: Wieder kann ich mich Marco nur anschliessen. Die Grundidee, dass die Familie zusammenhält und glücklich ist, war ausgesprochen schön. Sowas gibts heutzutage leider nicht mehr so oft. Umso dümmlicher ist das ganze, dass die Familie auf einmal von ganz Springfield ausgeraubt wird und sie es einfach so hinnehmen. Wie soll man sich das überhaupt vorstellen? Wiggum sagt: Hey, ich hab ne Idee. Wir brechen einfach in ihr Haus ein, und ich nehm mir den Mixer, dann sind wir alle wieder glücklich!...

 

11
Staffel 17
Während die amoklaufenden Stiere Springfield terrorisieren schweben Lisa und Grampa auf mit Ballons bestückten Stühlen sitzend über die Stadt und sinnieren über das, was sie in dieser Folge gelernt haben.

 

Marco: Ein wie ich finde unfreiwillig komischer Schluss. Mit welcher Selbstverständlichkeit die beiden einfach mal eben durch die Luft fliegen und es ihnen scheißegal ist, was unter ihnen passiert kann einfach nicht ernstgenommen werden. Ich bin mir gerade nicht mehr sicher, über was genau sie sich unterhalten, aber das Bild des schwebenden Simpson-Duos brennt sich ins Hirn und will da auch nicht mehr weg. Blödes Ende für eine schwache Folge.
kkt: Ein schönes Beispiel dafür, wie ein Non-Sense Gag total nach hinten losgehen kann. Die Folge an sich war schon ziemlich enttäuschend und bizarr, aber dass am Schluss die beiden auf einmal mit Ballons rumfliegen und dann auch noch die Stiere hinschweben... Also bitte...

 

10
Staffel 19
Die auf See verschollenen Van Houtens sind nicht tot, sondern planen bereits ihre Flucht von der Insel auf der sie gestrandet sind mit einem selbstgebauten Drachen. Just in dem Moment in dem sie starten, kollidieren sie mit dem Ballon von Norbert, Milhouse und Bart, die zufällig vorbeigeflogen kommen.

 

Marco: Selbst wenn man an Zufälle und das Schicksal glaubt, ist dieses Ende einfach zuviel des Guten. Ich höre schon die Stimmen, ich soll doch nicht alles so ernst nehmen, blabla... Aber ich muss echt sagen, das hier ist wieder einmal einer von jenen unfassbar einfallslosen Schlüssen, für die man keine erfahrenen und gut bezahlten Autoren braucht. Von Anfang an war diese Lösung klar und man wartete nur darauf, dass es passiert. Warum nicht mal ein bisschen länger überlegen und stattdessen eine wirklich originelle Schlusslösung für die Folge finden, bei der der Zuschauer sich freut und nicht dasitzt mit dem Gefühl „Und für dieses Ende hab ich die Folge bis zum Schluss geschaut?”. Wieder einmal ein Fall von Autoren, die es sich zu einfach machen und der Serie die Originalität und Einzigartigkeit rauben.
kkt: Ein Schluss der Sorte:
-Hey Boss. Ich bemerke grad, wir haben nur noch paar Sekunden Sendezeit zu füllen. Und wir haben immernoch keinen Schluss? Was nun?
-Keine Ahnung. Sollen die von mir aus einen Drachen bauen, lass mich in Ruhe.
Besonder schlimm an der Sache, dass die Episode an sich einen guten Schluss verdienen würde.

 

9
Staffel 19
Homer im Schönheitswahn! Besessen davon, Marge zu gefallen, will sich Homer unters Messer legen – und wird zu einem menschlichen Monster an dem nichts mehr stimmt. Springfield verfolgt ihn mit Fackeln und Mistgabeln auf einen Turm, wo er letztlich hinunter stürzt- Er erwacht im Krankenhaus und erfährt, dass alles nur ein Traum war. Zu guter Letzt fliegen drei Comiczeichner als Superhelden durch die Luft und die Erde wird von einem Meteoriten zerstört.

 

Marco: Also allein schon die ganze Geschichte mit Homer als moströses Operationsopfer fand ich ganz schlimm anzusehen. Klar, das ganze war nur ein Traum und es erleichtert mich ungemein, dass die Autoren uns den Quatsch nicht als „Realität” serviert haben. Trotzdem störe ich mich ziemlich daran denn die ganze Szene war einfach nur unangenehm und eklig. Die allerletzte Szene mit dem Endgag setzt dem noch die Krone auf. Ich hab nix gegen Abgedrehtheiten, aber die fliegenden Comiczeichner und der Meteorit waren definitiv zuviel des Guten. Für mich kein schönes Ende, selbst wenn die Folge selbst schon sehr dürftig war.
kkt: Die zweite Hälfte der Episode ist ein schönes Beispiel, was man alles falsch machen kann. Im Nachhinein hätt ich mir gewünscht, dass mich beim Anfang des Schönheitsplots ein Stromausfall rettet, denn das war ganz unterste Schublade. Dann dieser Schluss war der krönende Abschluss. Diese 3 Gaststars hätten ruhig mal sagen können : „Nein, den Mist machen wir nicht!” Gibt es jemanden, der diesen Schluss passend fand? Eher nicht...

 

8
Staffel 11
Homer will mehr Zeit mit Maggie verbringen und geht mit ihr an den Strand schwimmen. Dort wird er weit hinausgezogen und geht unter. Maggie schwimmt hinterher, zieht ihn heraus und wieder an Land. Dr. Hibbert steht bereit und erklärt, dass Babies erstaunliche Kräfte entwickeln können, wenn ihre Eltern in Gefahr sind.

 

Marco: Alles klar. Eine dämlichere Auflösung habe ich selten gehört. Da werden Babies einfach mal eben so Superkräfte nachgesagt. Viel mehr kann ich nicht dazu sagen. Es ist einfach bescheuert aber wertet diese seltsame Folge weder auf, noch ab.
kkt: Früher war Maggie ein Baby, so wie es sein sollte. Heutzutage hat man das Gefühl, als wäre Maggie eine 5 jährige im Körper eines Babys. Sie kommuniziert durch Körpersprache, nimmt alles wahr, rettet einen richtig fetten Burschen aus dem Wasser und das, wo sie nicht einmal schwimmen kann. Was bei einer ein-jährigen kleinen Dame nicht weiter verwunderlich ist. Ach, und hab ich schon erzählt, dass sie am Schluss auch noch eine Perfekte Partie beim Bowling schaffte?

 

7
Staffel 13
Während Homer und Mr. Smithers einen Joint rauchen, ertrinkt Mr. Burns in der Badewanne. Oh Schreck, hat er doch in wenigen Minuten eine wichtige Konferenz! Was ist die beste Idee? Fäden an ihm befestigen und ihn von oben aus wie eine Marionette steuern! Letzten Endes wacht der geschundene Mr. Burns gut gelaunt wieder auf und lässt die beiden Puppenspieler ohrfeigen.

 

Marco: Man sollte fairerweise sagen, dass hier angeblich ein Film namens „Weekend at Bernie’s” parodiert wird. Ehrlich gesagt habe ich aber keine Ahnung was das für ein Film ist und somit bleibt mir hier nur ein unfassbar groteskes Schauspiel, bei dem man eigentlich gar nicht richtig hinschauen mag. Dass Mr. Burns hier genauso unerklärt wieder erwacht wie einst Fugu-Gourmet Homer bleibt ebenfalls ein Rätsel, wird jedoch von der menschlichen Augsburger Puppenkiste weitestgehend überschattet, sodass sich diese Frage zwar zweifelsohne stellt, sie einen aber nicht sonachhaltig quält wie in vorhin genanntem Vergleich.
kkt: Diese Episode unterhält eigentlich überraschend gut (bei dem Thema), allerdings ab der Stelle, wo Mr Burns auftaucht, geht es den Bach runter. Negativer Höhepunkt ist eindeutig das Puppenspiel, was an sich zwar ein paar Gags liefert, aber eigentlich ohne Ende peinlich ist. Dass Burns auf einmal wieder lebt überrascht den Stammzuschauer da auch nicht mehr wirklich… Schlecht ist es trotzdem.

 

6
Staffel 10
Der verhasste Mr. Burns möchte von den Bewohnern Springfields gemocht und verehrt werden. Also fängt er in einer „King Kong”-Parodie das Ungeheuer von Loch Ness ein und präsentiert es der Stadt, die hellauf begeistert ist. Doch Mr. Burns lernt seine Lektion und anstatt Nessie in Gefangenschaft zu halten, schickt er es in ein Casino. Dort ist es nicht nur urplötzlich von ca. 20 auf 2 Meter heruntergeschrumpft, nein, es arbeitet dor auch noch erfolgreich und gewissenhaft als Aufpasser.

 

Marco: Hier wird dem Zuschauer tatsächlich das Ungeheuer von Loch Ness serviert. Waschecht und allen Ernstes. Das allein irritiert schonmal ohne Ende, aber das plötzlich einen Anzug tragende und nur noch Mannsgroße Monster am Ende ist für mich persönlich immer wieder ein Wunder. Wie konnte das nur in dieser Form produziert werden? Hierzu empfehle ich übrigens den Audiokommentar auf der DVD der 10. Staffel. Die Macher entschuldigen sich dort für das komplette Ende mit dem Monster. Lobenswert und sympathisch, dass sie ihre Fehlentscheidungen nicht verhehlen.
kkt: Diesen Schluss mit dem Casino versuch ich immer wieder zu verdrängen… Aber es nützt nichts. Jedesmal, wenn ich die Episode sehe, kommt dieser Schluss. Da kann ich noch so beten wie ich will. Hier haben die Macher eindeutig eine richtig schlechte Idee gehabt und wussten wohl selbst nicht, wie sie mit so einer Monster-Story umgehen sollen. Am liebsten garnicht. Dass Nessie bei jeder Szene eine andere Körpergrösse hat, ist nur noch das Sahnehäubchen.

 

5
Staffel 11
Am Anfang der Folge spendet Homer Geld, um seine Lieblingssendung weitersehen zu dürfen. Am Ende, wo der Spannungsbogen am höchsten ist und Homer in einer seltengesehenen Gefahr steckt und gerade im Begriff ist, unaufhaltsam in einem brodelnden Lavasee den sicheren Tod zu finden, wird die Folge unterbrochen, es wird dem Zuschauer erklärt, dass Bart gespendet und somit „den Sender gerettet” habe, woraufhin Bart erscheint und verkündet „Wouldn’t be the first time”.

 

Marco: Als Zuschauer hat man hier wie selten zuvor Begründung genug, sich ungläublig die Augen zu reiben. Als solche ist die Gefahr in die Homer gerät schon nicht sonderlich glaubwürdig, aber wenn man sich als Zuschauer dann drauf einlässt und tatsächlich gespannt drauf sein sollte, wie er sich da bloß wieder draus befreien wird, kommt der Schlag mit dem Holzhammer und urplötzlich endet die Folge mit beabsichtigter, aber nicht funktionierender Mediensatire und einem Seitenhieb auf FOX. Wenn wenigstens Barney mit dem Hubschrauber vorbeigeflogen käme und Homer und Lisa Jr vor dem gefährlichen Flüssiggestein retten würde... Aber immerhin holt er dass ja am Ende von Episode 16x04, „Marges alte Freundin” netterweise nach.
kkt: Diese Folge endet mit einem Witz, den viele nicht verstehen können. Die Simpsons haben mit den guten Einschaltquoten FOX damals quasi gerettet, und das war eine Anspielung darauf. Nun gut. Leute die dieses Hintergrundwissen nicht haben, werden da nicht wirklich verstehen, was das ganze eigentlich sollte. Und man kann es ihnen nicht einmal übel nehmen. Welchen 15 jährigen ’Rudolf Unbekannt aus Chemnitz’ interessiert die FOX Historie? Gags für den US-Markt, sind bei so einem Weltweit-Produkt wie den Simpsons etwas unglücklich. Genauso unglücklich, dass man nicht erfährt was mit Homer und Lisa Jr. passiert, was einfach nur frustrierend ist. Und etwas bizarr ist es schon, dass Bart den Sender bezahlt, dass die Folge weitergeht, und damit Homer in den Tod schickt.Hmm…

 

4
Staffel 11
Nachdem Homer herausgefunden hat, dass es sich bei Jockeys um kleine, unter der Erde hausende Kobolde handelt, wollen sie seinen Tod. Es entsteht eine Verfolgungsjagd auf Pferden durch die Stadt. Homer gewinnt, indem er die Jockeys nassspritzt, worauf hin sie, scheinbar schwer verwundet und gar kläglich zuckend und wimmernd, auf dem Boden liegen bleiben. Homer packt sie in Säcke und schmeißt sie auf den Müll. Zu guter Letzt gibt sich Bill Clinton himself die Ehre, bei den Simpsons aufzukreuzen, der sich, stellvertretend für die Schreiber der Episode, einen „lousy president” schimpft und seltendämlich in die „Looney Tunes”-esque wegblendende Kamera grinst.

 

Marco: Man munkelt, dass diese Episode einzig und allein gemacht wurde, um die Hardcorefans zu verarschen, indem einfach alles hineinpackt wurde, was an den neuen Folgen zu dieser Zeit kritisiert wurde. Der Comic Book Guy spielt diverse Male darauf an („Worst Episode Ever”). Naja. Selbst wenn dem so sein sollte, diese Folge ist in meiner persönlichen Rangliste auf jeden Fall bei den miesesten Simpsons-Enden weit oben. Die Sache mit den Jockeys... „Wir leben unter der Erde in einem Fiberglasbaum!”. Jaaa, natürlich. In den letzten fünf Minuten dieser Episode sollte man es tunlichst vermeiden, an alte Folgen aus den ersten paar Staffeln zurückzudenken. Das pflege ich zwar ohnehin zu tun, weil die neueren Folgen meiner Meinung nach meistens eh nur noch dann wirklich Spaß machen können, wenn man Vergleiche mit Klassikern aussen vor lässt. Aber breche ich diese meine Regel hier und denke zurück... tut es körperlich weh. Diese Folge, ob Autorenjux oder nicht, hätte nie in dieser Form produziert werden dürfen.
kkt: Bei dieser Episode stört mich schon genug, wie menschlich das Pferd (Duncan) dargestellt wird. Aber was soll man bei den Jockey-Kobolden sagen? Kann mich gut erinnern, dass ich nicht glauben konnte, was ich sehe. Ist das eine Halloween-Episode? Was passiert da? Dass solche Wesen vorkommen ist auch nicht das Schlimme daran. Ich erinnere nur an „Die Akte Springfield”, wo Alf uns herzlich begrüsste. Aber hier war es nicht nur ein schneller Gag, nein. Praktisch die ganze Episode wurde auf diesen Unfug aufgebaut und das auch noch schlecht.

 

3
Staffel 13
Da Homer des Mordes an einer alten Frau bezichtigt wird, wird er kurzerhand zum Tode auf dem elektrischen Stuhl verurteilt. Nach tränenreichem Abschiednehmen wird der Hebel umgelegt... Luftballons fallen vom Himmel, Trompeten und Getöse! Herzlich Willkommen bei der versteckten Kamera! Hinter dem lustigen Scherz steckt die vermeintlich tote alte Frau, die sich nur wenig später als Carmen Electra im Ganzkörpergummikostüm entpuppt. Homer ist verständlicherweise stinksauer, erfreut sich aber letztendlich doch an Frau Electras Oberweite.

 

Marco: Die Folge ist als solche... reine Geschmackssache. Die Raupe ist natürlich großer Humbug, genauso wie die ganze Geschichte im Knast etc., aber ich muss eine Lanze für diese Folge brechen, denn trotz ihrer Blödheit packt sie zumindest mich mit ihrer Atmosphäre, der Musik und generell der ganzen „Green Mile”-Parodie. Doch die letzte Minute ist einfach derart lächerlich, dass ich kaum glauben kann, dass den Autoren da nichts besseres hätte einfallen können. Der unkreativste Schluss den man sich vorstellen kann! Einfach abrupt die Handlung abblasen und dann sagen „War nur Spaß”. Okay. Überrascht war ich auch, denn gerechnet hätte ich nicht mit dieser Auflösung. Aber mir kann keiner erzählen, dass er, wenn er das sieht, denkt „Wow, haha, jetzt wurde ich aber an der Nase herumgeführt, was für ein lustiges Ende!!”. Carmen Electra find ich übrigens so schon äusserst Scheiße, weswegen ich ihren Gastauftritt hier, so lächerlich der ohnehin schon ist, nur verfluchen kann.
Anmerkung: Ich hätte übrigens gerne ein mit einem einzigen Handgriff überstreifbares Kostüm das mich aussehen lässt wie den waschechten Brad Pitt. Die Frauen würden mich lieben :-)
kkt: Als Fan einer Serie gibt es kaum einen schlimmeren Schluss, als eine solche Verarsche, wie sie uns bei der Schreiraupe präsentiert wurde (höchstens wenn Homer das alles nur geträumt hätte…). Ein Aha-Effekt ist immer gut, aber nur wenn es sinnvoll ist. Hier gab es eine Auflösung mit der Brechstange, wo man innerhalb kürzester Zeit die Episode irgendwie auflösen musste und am besten dazu noch ein Gaststar, die nur durch ihre Oberweite in Erinnerung bleibt. Solch eine Auflösung ist, seien wir mal ehrlich, eine Unverschämtheit. Dass so ein schnelles Ende nicht immer nach hinten losgehen muss hat uns aber „Die japanische Horror-Spielshow” bewiesen.

 

2
Staffel 11
Ei der Daus, da haben sich die Simpsons aber mal wieder in die Bredouille geritten! Da tötet Homer im Urlaub aus Versehen glatt Captain Jack, das sympathische Seniorenkrokodil und allseits beliebte Stadtmaskottchen. Natürlich bleibt diese Schuld nicht ungesühnt und so wird die ganze Familie verhaftet und muss zur Strafe auf High-Society-Festen arbeiten. Doch dann, man glaubt es kaum, kommt Captain Jack gut gelaunt und gar nicht tot aus dem Rathaus gewatschelt, den Simpsons wird verziehen und sie dürfen den Heimweg antreten.

 

Marco: „Oh, unser Captain Jack ist ja doch nicht tot!”. So oder so ähnlich lautet allen Ernstes die Auflösung für diese Folge. Seltsam. Schon wieder ein Ende in dieser Liste, in der ein zuerst toter Charakter plötzlich ohne Begründung wieder lebt und dadurch die Episode ihr Ende findet. Ich entdecke ein System!
Naja. Natürlich ist auch dieses Ende wieder einmal jenseits jeder kreativer Grenzen und mit sicherheit auch ein Kandidat für einen der obersten Ränge in dieser Liste.
kkt: Mein persönlicher Lieblingsschrott. Schon die Episode pendelt zwischen Wahnsinn und guter Unterhaltung, aber dieser Schluss ist schon wirklich legendär. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Ein totes Krokodil taucht plötzlich mitten auf einer Gartenparty auf, und kriecht lächelnd aus dem Amtsgebäude(!). Als wäre das nicht genug, kümmert es die Gäste reichlich wenig, dass da unmittelbar neben ihnen ein Krokodil rumläuft. Was würde ich dafür geben, einmal mit dem Schreiber der Episode zu plaudern, und ihn fragen, was er damals eigentlich geraucht hat?

 

1
Staffel 12
Nachdem Homer auf eine Insel entführt wurde und ein deutscher, bzw. in unserer Synchro italienischer Doppelgänger seinen Platz in Springfield einnimmt, kann sich Homer nach langer Zeit befreien, nach Hause fliehen und sein böses Double ausschalten. Doch der wahre Bösewicht steckt, wo auch sonst, im PC und Familienhund Knecht Ruprecht besitzt auf einmal die Fähigkeit, KO-Gas aus seiner Schnauze abzusondern. Die ganze Familie wird bewusstlos und wacht auf besagter Insel wieder auf, ist gekleidet wie die High Society und schnackt im Drogenrausch über ihr neues Leben auf „Der Innnnnselllll!”. Am Ende grinst ein Koalabär in die Kamera und versprüht Gas aus seinen Augen.

 

Marco: Was... zur... Hölle!? Auch hier ist es anscheinend wieder eine Parodie auf irgendeine Serie von der ich nie gehört habe, aber ich meine... die komplette zweite Hälfte dieser Folge ist mit Abstand das verworrendste, abwegigste, untypischste, ja ich will sogar sagen, schlechteste, was ich jemals bei den Simpsons gesehen habe. Die erste Hälfte der Folge ist richtig gut, danach gehts dermaßen ab, das glaubt man nicht, wenn man die Folge nicht gesehen hat. Was soll dieser Scheiß? Meine persönliche Nummer 1 der schlechtesten Simpsonsenden ever. Auch wenn man hier schon gar nicht mehr von „Ende”, sondern eher von „zweiter Hälfte” sprechen kann. Wäre die erste Hälfte der Folge nicht so gut, ich würde sie als meine persönliche Hassfolge bezeichnen.
kkt: Hab noch genau in Erinnerung, wie empört und genervt ich von dieser Episode war. Bis zur Hälfte war sie wirklich gut. Die Simpsons gehen mit der Zeit, was auch echt notwendig war. Doch dann driftete die Episode in etwas ab, was ich höchstens bei einer Halloween-Episode akzeptieren würde. Auf einmal gibt es einen Homer-Doppelgänger, Tiere spucken Gas aus, die Simpsons sind auf einer Insel. Ich dacht ich spinne. Dann kommt Marge mit den Kindern nach Hause, sieht die 2 Homers, und anstatt „Was geht denn hier ab?” sagt sie „Oh, Homer!” Bitte was??
Parodien sind immer gut, aber wenn man etwas parodiert, was kaum einer kennt, ist schonmal schlecht. Das wäre ja aber noch nicht das wahre Problem. Denn es gibt viele Szenen (sogar ganze Episoden, siehe „Kap der Angst”), die man nicht 100%-ig verstehen kann, wenn man das Original nicht kennt. Aber sowas dauert meistens kurz, oder es unterhält auch so. Aber dass hier Minuten lang eine komplette (gute) Episode zerstört wird, mit so einem Unfug… Also nein. Nach solchen Episoden frag ich mich immer wieder: Was zum Teufel haben sie sich dabei gedacht? Grauenvoll.

 

Erstellt von: mr.marco & kkt
Mit der freundlichen Mithilfe von peahbeah

 

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