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Jüngst
verschlug es mich für einige Wochen in die USA. Nach Florida.
Die Keys. Miami. Und auch Orlando. O-Town ist das Mekka für
Freizeitpark-Junkies und ein Muss für Rollercoaster-Freaks.
Rund um Orlando liegen mehr als ein Dutzend Spaßparks, unter
anderem das größte Disneyland der Welt, außerdem
Disneys Animal Kingdom, Seaworld, Wet'n Wild, Bush Gardens, und
alle überbieten sich mit spektakulären Attraktionen.
Aber keiner davon schenkte ich meine Aufmerksamkeit.
Denn als eingefleischter Simpson-Fan - mehr als
15 Jahre! - gab es logischerweise nur einen Park, dem mein Interesse
galt: das Universal Orlando Resort. Denn dort steht seit 2008
"The Simpsons Ride".
Zum Glück war am Tag meines Besuchs eher
mäßiges Wetter, so dass keine Horden von Touristen
durch den Park strömten - und vor den Fahrgeschäften
gab es keine lange Schlangen. Juchhu, auch nicht vor "The
Simpsons Ride", den ich sofort aufsuchte ... Okay, zugegeben,
erst nach einer magenrüttelnden Fahrt mit dem Incredible
Hulk Coaster, der einzigen Achterbahn der Welt mit Abschusssystem
und 7 Loopings.

Aber dann erreichte ich das eigentliche Ziel -
schon aus der Ferne konnte ich die Flaggen ausmachen, auf denen
die Gesichter der gelben Familie flatterten. Der Eingang von "The
Simpsons Ride" - mit "Krustyland" übertitelt
- stellt ein großer, lachender Krusty-Kopf dar, durch dessen
Mund man ins Innere gelangt. Dort wird die kurze Wartezeit mit
etlichen Videos versüßt, die von Monitoren flimmeren
- die meisten Szenen bekannt aus der TV-Serie.
Dann war es soweit: Zusammen mit anderen Simpsons-Fans
gelangte ich in einen neuerlichen Warteraum, eine Art Fahrstuhl,
auf dem ein witziges, eigens für den "Ride" animiertes
Filmchen gezeigt wird.
Doch was genau mich jetzt mit dem "Ride" erwartete,
blieb noch immer ungewiss. Keine Frage, die Spannung stieg.

Endlich ging es in den Wagen. Die Sicherheitsbügel
rasteten ein.
Plötzlich ging alles ganz schnell. Doch "The Simpsons
Ride" ist
keine klassische Achterbahn, die sich über Schienen fortbewegt.

Stattdessen bleibt der Wagen auf der Stelle stehen und der Fahrgast
blickt auf einen gewaltigen Monitor, auf dem er der gelben Familie
- allen voran dem tolpatischigen Homer - durch ein 3D-Springfield
folgt. Der Wagen ruckelt zu der virtuellen Verfolgungsjagd, senkt
sich nach vorne, fällt nach hinten, schlägt ein Looping,
rast vorbei an allen Persönlichkeiten, die man aus dem Simpson-Universum
kennt - und man vergisst ganz schnell, dass man eigentlich auf
der Stelle steht. Wahnsinn!

Kaum den "Ride" verlassen, passierte
ich allerhand nette Attraktionen
- zum Beispiel einer von Bart mit Graffiti-besprühten Bretterwand
oder Nelsons Telefonzelle. Danach gelangt man zum "Kwik-E-Mart",
der Apus Laden nachgebaut ist. Dort gibt es alle erdenklichen
Souvenirs zu den Simpsons zu kaufen. Wen wundert's? Auch ich konnte
nicht widerstehen ...
Marcel Feige
Schriftsteller & Simpsons-Fan
www.Marcel-Feige.de

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